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6.A: Lesung Frau Borrmann

Mechtild Borrmann las aus ihrem Roman Grenzgänger

und sprach mit den Schülern der 6A über die Entstehung und Hintergründe ihres Romans.

Wer einen spannend erzählten Roman sucht, nicht einen üblichen Krimi, sondern eine realistische Zeitschilderung von Figuren und Geschehnissen der Nachkriegszeit beinhaltet, liegt mit dem Roman Grenzgänger goldrichtig.

Da die Autorin in ihrem Roman verschiedene Erzählstränge und Zeitebenen miteinander verwoben hat, braucht der Leser ein wenig Anlauf, um sich mit den Figuren und den Handlungsmotiven zurechtzufinden; aber dann wird er von der Spannung der Erzählung gepackt, die bis zum Schluss hält.

Sehr eindringlich und auch emotional wird das Schicksal der Familie Schöningh in dem fiktiven Ort Velda in der Nähe des Hohen Venns, in den Mittelpunkt gerückt. Hauptfigur ist Henni, die älteste Tochter, die sich nach dem Tod der Mutter für den Zusammenhalt der Familie verantwortlich fühlt; als sie sich den Schmugglern im Dorf anschließt, beginnt das Verhängnis.

Der Vater weiß nichts davon; seit er aus dem Krieg zurückgekehrt ist, ist er sehr sonderbar geworden und in eine Art religiösen Wahn geflüchtet, sodass er wenig zum Lebensunterhalt der Familie beiträgt und zustimmt, dass die Kinder in einem Heim untergebracht werden. Zunächst kämpft Henny mit aller Kraft dagegen, doch dann kommt es zu einem tragischen Zwischenfall, der alles verändert.

Die Autorin sprach über die Phase vor dem eigentlichen Schreiben, die Vorarbeit beginnt mit akribischer Recherche, sie erkundet Orte und spricht mit vielen Menschen, um sich dann die Geschichte auszudenken und die Handlung zu stricken.

Es ist ihr gelungen, Orte, Menschen, Schicksale so zusammenzufügen, dass eine realistische und sehr berührende Familiengeschichte entstanden ist.

Viele ähnliche Geschichten hat das Leben in der Nachkriegszeit geschrieben.

Eine absolut empfehlenswerte Lektüre.